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Zuschlag in Kanada: ABO Wind sichert Flächen für Wind- und Wasserstoffprojekt in Neufundland
Wiesbaden - ABO Wind hat bei der Ausschreibung für Windenergieprojekte auf staatlichem „Crown Land“ in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador als eines von vier Unternehmen einen Zuschlag erhalten. Damit hat das Unternehmen das exklusive Recht erworben, auf den ausgeschriebenen Flächen das Windkraft- und Wasserstoffprojekt „Toqlukuti'k Wind and Hydrogen“ mit einer Leistung von 5 GW zu entwickeln.
„ABO Wind freut sich sehr über den Zuschlag“, sagt Vorstand Dr. Karsten Schlageter. „Wir wollen die exzellenten Windbedingungen der kanadischen Provinz nutzen, um einen Windpark mit fünf Gigawatt Leistung inklusive angeschlossener Wasserstoff- und Ammoniakproduktion zu entwickeln.” Die geplanten fünf Gigawatt (GW) entsprechen dem deutschlandweiten Onshore-Windkraftzubau der vergangenen drei Jahre und sind Teil des insgesamt 20 Gigawatt (20.000 MW) umfassenden Wasserstoff-Portfolios des Unternehmens.
Die bezuschlagten Flächen liegen in der Nähe einer Biokraftstoffraffinerie von Braya Renewable Fuels in der Gemeinde Come by Chance. Das Projekt “Toqlukuti'k Wind and Hydrogen” soll grünen Wasserstoff produzieren und damit zur Dekarbonisierung der Raffinerie beitragen. Im März 2023 hatten Braya Renewable Fuels und ABO Wind eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung von grünem Wasserstoff bekanntgegeben.
Das Projekt ist in mehreren Phasen geplant: In der ersten Phase soll grüner Wasserstoff für die Raffinerie als lokale Abnehmerin hergestellt werden. In den weiteren Projektphasen wird grünes Ammoniak produziert, da Ammoniak für den Export derzeit besser geeignet ist als Wasserstoff. Dazu sollen schrittweise Windkraftanlagen nahe der Raffinerie zugebaut und die Leistung der Elektrolyse-Anlagen stufenweise erhöht werden.
ABO Wind führt derzeit Gespräche mit potenziellen Abnehmern des grünen Ammoniaks in Europa. Das Projekt leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur im letzten Jahr im neufundländischen Stephenville geschlossenen deutsch-kanadischen Wasserstoffpartnerschaft.
© IWR, 2026
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